#47: Arolser Hofbrauhaus: 900 Jahre Brautradition und ein geplatztes Versprechen
Shownotes
900 Jahre Brautradition, 20 Millionen Euro versprochen, fast eine halbe Million Euro EU-Fördergelder geflossen — und heute steht in Bad Arolsen ein Bauzaun. In dieser Folge nehme ich Dich mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte des Arolser Hofbrauhauses: von den Nonnen des Jahres 1131 bis zu einem Investor, der seit mehr als einem Jahr keine einzige WLZ-Anfrage beantwortet. Und ich stelle drei Fragen, die jemand beantworten muss.
Das Thema im Fokus:
Das Arolser Hofbrauhaus: 900 Jahre Brautradition und ein geplatztes Versprechen
Die gute Nachricht:
Fünfte Generation übernimmt: Philipp Michel führt die Autoschmiede Wellen weiter
Infos:
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Transkript anzeigen
00:00:00: Es ist Dezember, two-tausendachzehn Bad Aarholsen.
00:00:03: Der Hotelkaufmann Alexander Fitz kauft das Hofbrauhaus Die älteste Brauerei Hessens in Aarholsen Ein Gebäude in dem seit dem Jahr elfhundertdreißig Bier gebraut wurde Zuerst von London dann von München Dann auch mal von der Familie über vier Generationen hinweg.
00:00:20: Fitz hat große Pläne, zwanzi Millionen Euro Eine neue Brauereien, Biergarten!
00:00:25: Der alte Pferdeteich, seit achtzehntauszig zugeschüttet soll wieder entstehen.
00:00:30: Fünfundzwanzig bis dreißig neue Arbeitsplätze im Bad Aarolsen.
00:00:34: Neue Eröffnung an Weihnachten, zwanzig Zwanzig.
00:00:39: Im November-Zwanzigneunzehn kommen mehr als zweihundert Bürgerinnen und Bürger zur Infoveranstaltung ins Bürgerhaus.
00:00:45: Der Saal applaudiert Mehrfach.
00:00:47: Die Schützengesellschaft Helsen signalisiert Interesse an einem Bierliefervertrag für Ifralschießen Sollte ja wohl machbar sein.
00:00:55: Ich hab das Foto von dem Abend vor mir Und ich habe auch das Foto von November zwanzig-einzwanzig.
00:01:01: Bürgermeister van der Horst, inzwischen Landrat.
00:01:04: Daneben Fitz bei den Lächeln im Hintergrund ein Bagger.
00:01:08: die alten Brauereingebäude werden abgerissen.
00:01:11: Fast eine halbe Million Euro EU Fördergelder fließen dafür.
00:01:15: und ich hab noch ein Bild von heute April.
00:01:18: zwanzzig sechsten zwanzigh Ein Bauzaun ne leere Fläche.
00:01:23: Der Pferdetag wurde nie angelegt der Biergarten, wurde nie gebaut.
00:01:27: das freischießende Helderschützen fand statt aber ohne das Avalsobier aus dem neuen Hofbraunhaus.
00:01:33: Und Alexander Fitz beantwortet seit mehr als einem Jahr keine Anfrage der Waldeckschenlandeszeitung.
00:02:08: Mein Name ist Dennis Schmidt.
00:02:09: Ich bin Gastgeber in der Lokalrunde und Redakteur in der lokalen Redaktion in Korbach.
00:02:15: Und heute nehme ich dich mit auf eine Zeitreise, die beginnt im Jahr elfhundert einund dreißig und sie endet heute Mit einem Bauzaun.
00:02:25: und ich lasse Dich aber nicht ohne gute Nachricht aus dieser Folge und Die kommt diesmal aus Wellen.
00:02:30: es geht um Schmiedekunst und um Elektroautos.
00:02:34: los geht's Zu verstehen, worum es im Bad Arrollsen geht muss man weit zurückgehen.
00:02:58: Nicht zehn Jahre, nicht hundert Jahre fast tausend Jahre.
00:03:03: Im Jahr elfhundert und dreißig gründete Gepa von Itta auf dem alten Edelhofer Arroll dessen so heißt das ein nonn-Kloster Und die Nonnen bräuchten Bier.
00:03:13: Bier galt als flüssiges Brot Es war selbst in der Fastenzeit erlaubt.
00:03:16: Der Geherungsprozess tötete Krankheitserreger im Wasser ab.
00:03:19: Bier war kein Luxus Bier war Nahrung.
00:03:25: Das ist bitte kurz innehalten.
00:03:27: Damals war Friedrich Barbarossa noch nicht geboren, der Dom zu Köln war noch nicht mal begonnen und in Aroldessen haben sie schon Bier gebraut.
00:03:35: Auf alten Karten und Zeichnungen sieht man neben dem Brauhaus einen großen Teich, den Pferdeteich.
00:03:41: Er war so selbstverständlich Teil des Stadtbildes dass er in einem Modell der Plantschaft Arolesen im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt auftaucht.
00:03:49: Im neunzehn Jahrhundert wurde der Teich dann zugeschüttet, überbaut und verschwunden.
00:03:55: Und Alexander Vitz wollte ihn wieder herstellen lassen.
00:03:58: Er hat es nicht getan bis heute nicht.
00:04:01: In den letzten Jahren wird das Braurecht erstmals verpachtet.
00:04:05: Es folgen Generationen von Pechtern.
00:04:07: Einer von ihnen, ein gewisser geilen Kampf kämpft in den Achtzigerjahren ums Überleben.
00:04:14: Das braunwasserverfallene Gebäude.
00:04:16: klagen des Hofmarschallamts über ungenießbares Bier.
00:04:19: Manche ändern sich nicht.
00:04:21: Eigentümer, die nicht reagieren, Gebäude verfallen, Beschwerendienst leerer
00:04:25: laufen.".
00:04:26: Ich habe mir für diese Folge mal tief ins Archiv blicken lassen und bin auf einem Brief gestoßen, der mich dann nicht mehr losgelassen hat.
00:04:34: Er stammt vom Brauchespechter Karl Hildebrand geschrieben im Jahr eighteenfünfzig an eine Fürstliche Kammer.
00:04:40: Hilde Brand beschwert sich über die verfallenen Gebäuden.
00:04:43: er schreibt Ich habe schon früher diesen übeln Stand zur Anzeige gebracht und um Abhilfe gebeten, aber bis jetzt habe ich noch keine Resolution deshalb erhalten.
00:04:53: Achtzehntfünfzig – manche Dinge ändern sich eben irgendwie nicht.
00:04:58: Und dann kommt ein Mann der alles verändert.
00:05:02: Aachzehnteinneunzig Ein Braumeister aus Költe namens Heinig Bühne, der pachtet das Hofbrauchhaus.
00:05:09: Er hat keine eigene Mittel also steckte die Mitgift seiner Frau in fremden Grund und Boden ging alle Warnungen seiner Freunde und Bekannten.
00:05:18: Aber das Wagnis lohnt sich, in wenigen Jahren hatte er den Bierausstoß vor Vierfacht, Jahrzehnte kaufte die Brauerei.
00:05:26: Familie Blühne bleibt mehr als zuhundertzwanzig Jahre vor Ort – vier Generationen.
00:05:31: Die Geschichte dieser Familie ist auch die Geschichte des Weileckerlandes in Klein.
00:05:37: In der Hochphase der neunzehntsechziger Jahre beschäftigt das Hofbrauhaus achtundzwanzich Mitarbeiter.
00:05:43: Sie haben sogar eine eigene Fußballmannschaft und die gewinnt regelmäßig gegen die Betriebsmannschaft der Dortmunder Ritter Brauerei.
00:05:50: Eine kleine Aarolser-Brauerei schlägt Dortmund, das hat doch irgendwas!
00:05:55: Der Bierausstoß erreicht fast zwanzigtausend Hektoliter im Jahr – zwei Millionen Liter Aarolser Bier pro Jahr.
00:06:03: Dann kommt der Wandel schleichend unaufhaltsam, den Biermarkt in Deutschland schrumpft.
00:06:08: Die Brünnes reagieren.
00:06:09: Andreas und Dirk Brüne, die Urenkel des Firmengründers bringen im Jahr zweitausend unter den Namen Kalluna eigene Limonaden auf dem Markt.
00:06:16: Vier sortengeschützte Marke Der Tent lässt sich damit trotzdem nicht aufhalten.
00:06:21: Im Jahr zwei tausend liegt der Bierhausstoß noch noch bei achttausend Hektolittern, also weniger als die Hälfte der Hochphase.
00:06:29: Zwei Tausend Drei.
00:06:30: Der Hessentag kommt nach Bad Aarholzen.
00:06:32: Die Arulsau-Baureihe zapft ihr Bier im eigenen Zelt.
00:06:35: Nämlicher neben großen Marken das Arulsaufbauhaus mit einem eigenen Zapfferran lokales Bier Lokaler Stolz.
00:06:42: In den letzten Jahren wird der Braubetrieb in Aarholsen eingestellt, die Kessel werden kalt und sind bis heute.
00:06:51: Das Aarholtzer Bier wird fortan in der Alasheimer Brauerei Bau-Holz Minden gebaut.
00:06:56: Fritz kauft sich dort kurzachfristig ein.
00:06:58: Das Hofbrauhaus lebt weiter als Hotel und Restaurant aber die Bautraditionen bei Aarholmsen ist nach fast neunhundert Jahren unterbrochen.
00:07:08: Eine letzte bemerkenswerte Geste der Familie Brüne.
00:07:11: im April, zweizehn.
00:07:13: Acht Monate von dem Verkauf an Fitz lassen die Brünes ihre Markenschützen.
00:07:17: Arosa Pilz, Altweiliger Dunkel, Kalluna.
00:07:20: alles eingetragen?
00:07:21: Alles gesichert!
00:07:22: Das Gebäude geht an Fizz.
00:07:25: Die Namen bleiben bei der Familie Im Dezember, twozehnzehn Alexander Fitz kauft das Hofbaus und damit beginnt ein neues Kapitel Eines, das sehr laut anfängt und dann immer leiser wird.
00:07:41: Wer ist Alexander Fitz?
00:07:44: Er ist kein Investor der von außen in Zweitecker Land gekommen ist.
00:07:46: Er hat hier angefangen.
00:07:47: seine erste Gesellschaft gründete er ZW- in Willingen.
00:07:51: Bad Arrolsen wurde sein unternehmerischer Heimathafen.
00:07:54: von hier aus hatte über jahrzehnte Hotelprojekte in Berlin München Hamburg Bayreuth und Frankfurt gesteuert.
00:08:01: Dutzende gesellschaften.
00:08:02: Firmensitz Bad Ahrösen.
00:08:05: Er hatte das leerstehende Amtsgericht in der Rauchstraße gekauft und zur zentrale, sondern Haarhotelsgruppe ausgebaut.
00:08:11: Er hat den Schloss ineinander saniert – er war kein Fremder!
00:08:15: Und sein Plan für das Rufbrauchs?
00:08:18: Der war ganz groß – zwanzig Millionen Euro.
00:08:20: eine neue Brauerei mit bis zu dreißigtausend Hektolettern Jahresausstoß alle sechzig Hotels als Hauptabnehmer.
00:08:27: Vierenzwarziotelzimmer, ein Saal für hundertzwanzig Gäste, ein Biergarten.
00:08:31: Der alte Pferde-Teich sollte wieder hergestellt werden.
00:08:34: Ein kleines Biomuseum, in dem die alten Kupferkessel aus dem Suthaus glänzen sollen.
00:08:38: und dann von der Zeit bis zu einem neuen Vollzeitstellen.
00:08:47: Die Stadt war begeistert!
00:08:48: Bürgermeister van der Horst dankte das Projekt ein regionales Nischenprodukt mit enormer Strahlkraft.
00:08:54: Die CDU sprach von einem Gewinn für das wunderschöne Ambiente.
00:08:58: Die SPD freute sich über neue Arbeitsplätze Und die Grünen, die sagten im Februar.
00:09:04: Die Biertrinker in unserer Fraktion freuen sich schon.
00:09:08: Es gab kein Widerspruch, es gab kein kritisches Wort.
00:09:11: Alle Fraktionen alle waren sich einmütig.
00:09:14: Im Juli.
00:09:16: kam mir jetzt hundert Bürgerinnen und Bürger zur ersten öffentlichen Infoveranstaltung.
00:09:21: Im November des ehemals war es dann mehr als zweihundert.
00:09:24: Es gibt viel Applaus für die Pläne.
00:09:28: signalisierte damals Interesse an einem Bierliefervertrag für ihr Freischießen im Jahr.
00:09:35: Im Juni und das Spielbürgermeister van der Horst den offiziellen Bebauungsplan Aufstellungsbeschluss für das Brauhaus Areal.
00:09:44: Die Stadt hat dieses Projekt also nicht nur moralisch unterstützt, sie hat es aktiv planosrechtlich vorangetrieben mit Angremien, mit Bürgerbeteiligung, Aufwendiges Verfahren für einen privaten Investor.
00:09:59: Bad Arlesen hat FITZ nicht nur vertraut, sie hat mit FITS gearbeitet.
00:10:06: Dann kommt der März, das Bebauungsplan verfahren läuft bereits mit so einigen schwierigen Sachen noch bevor das erste größere Infektionsgeschehen die Region erreicht hat.
00:10:17: Der Knackpunkt damals Parkplätze.
00:10:20: Die Fürstlich-Walligste Hauptverwaltung lehnt den geplanten Wanderparkplatz am Schlosstheich ab.
00:10:25: Wortlaut aus der Stellungnahme.
00:10:27: Eine Inanspruchnahme unseres Grundstücks für die Anlage eines Wanderparkplatzes lehnen wir ab!
00:10:33: Die Grünen haben Bedenken, sie sind von Behörden und Trägern öffentlicher Belange eingehen ein und das Projekt stolpert.
00:10:42: Dann kommt Corona.
00:10:44: Und Corona wird zur Erklärung für so viel ist.
00:10:47: Das ist zunächst erstmal fair.
00:10:49: Die H-Hotelsgruppe mit sechzig Häusern und drei tausend Mitarbeitern wird von einer Pandemie existenziell getroffen.
00:10:55: Monate ohne Einnahmen.
00:10:56: Staatliche Überbrückungshilfen kommen zu spät oder gar nicht, das ist eine echte Krise und das sage ich ohne Ironie.
00:11:04: Ob ich sage auch Corona hat nicht ein intaktes Projekt gestoppt es hat einen bereits stäubernden Projekt begraben.
00:11:12: Juni twenty-einzwanzig Alexander Fitz eröffnet in der Schlossstraße des neuen Restaurants Friedrichs.
00:11:19: Er steht am Zapfan neben ihm.
00:11:20: Landrat Kubat unter erste Kreis beigeordneter Fräse nach wie vor wild entschlossen", Zitat Ende.
00:11:28: Fertigstellung des Hofbrauhauses, Zitat nicht vor zwanzig-dreinzwanzig.
00:11:34: Nicht vor zwangzig-dreiundzwanzigt.
00:11:35: das ist jetzt der dritte Termin.
00:11:37: Nach Weihnachten zwanzich-zwanzi und nach Ende zwanzigg-zweiundzwannzig.
00:11:42: November zwanzigh-einzwansicht die Baggerrollen an.
00:11:46: Die alten Brauereingebäude werden abgerissen.
00:11:48: Bürgermeister von der Horst inzwischen Landrat steht lächelnd beim Pressetermin.
00:11:53: Für den Abriss fließen Mittel aus dem europäischen EFRE-Programm.
00:11:57: Zweihundertdreißtausend Euro für den AbrISS, weitere zweihundertsvierzigtausende Euro für die Platzgestaltung.
00:12:03: Fast eine halbe Million Euro öffentliche Gelder zweckgebunden für den Neugestaltung des Areals.
00:12:09: Das Brauereigebäude ist weg Die Fläche liegt frei und es passiert nichts.
00:12:14: Der Ferdeteich entsteht nicht der Biergarten entsteht Nicht!
00:12:18: Die Parkanlage entsteht NICHT.
00:12:22: Und jetzt Ein Detail.
00:12:24: Die Marke altweiliger Dunkel seit dem Jahr zweitausend eingetragen, hatte ein Schutzentdatum den einigste Dezember zwanzigzwanzig.
00:12:33: Das ist ungefähr genau das Datum an dem das neue Hofbrauhaus eröffnen sollte.
00:12:38: die Barke wurde aber nicht verlängert sie ist abgelaufen.
00:12:42: und noch eine andere Zahl.
00:12:44: Die Hofbrauaus Heinrich Bühne GmbH und Coca-G also die Gesellschaft die vier Generationen und über hundertfünfundzwanzige Brautradition getragen hat tritt zum einleisten Dezember zwanzig-einzwanzig in die Liquidation.
00:12:58: Das ist der Monat, in dem die Bagger stehen.
00:13:01: Die Firma, die das Aurosa Pils und das Altweildecker Dunkel über Generation gebraut hat wird aufgelöst während nebenan die Ruine entsteht.
00:13:09: Gelöscht wird sie dann im Januar zwanzich-vierundzwanzigh.
00:13:16: Da gibt der FITZ der WLZ ein Interview.
00:13:18: Er steht vor seinem H-Vier Hotel in Berlin.
00:13:21: auf einem Bild, fünfundsebzig Haarhotels hat er europaweit.
00:13:25: vier neue Häuser sollen kommen eines in Paris.
00:13:27: Er sagt auf Nachfrage von uns damals Ja es wird wieder eine Braustätte im Bad Aruelsen gegen die Pläne legen.
00:13:34: fertig in der Schublade aber eine große Investition sei derzeit völlig ausgeschlossen.
00:13:41: Stattdessen können sich eine kleine Spezialitätenbrauheit vorstellen Viehmarkts Bier.
00:13:46: Er macht die wirtschaftliche Lage verantwortlich, die Energie kosten.
00:13:49: Die Ampel-Regierung Eigenfehler haben nicht danach gefragt aber er habe sich auch keine vorzuwerfen.
00:13:55: und auf dem Gelände in der Karlbachstraße so schreibt die Journalistin Heike Saure damals brauchen wir noch viel Fantasie um sich ein Biergarten vorzustellen.
00:14:04: das hat sich bis heute kaum geändert.
00:14:07: Heute im April zwanzig sechsundzwanzig ist diese Phantasie eben immer noch nicht Wirklichkeit geworden.
00:14:15: Die Alersheimer Brauerei, die jetzt eingestiegen war, diffusigniert im Januar zwanzig vierundzwanzig mit der gräflich zu Stollbergschen-Brauerei in Westheim an der Diemel.
00:14:24: Im Sauerland nicht im Wallecker Land.
00:14:27: Das Arosa Biel wird seitdem in Westhaim gebraut.
00:14:30: Weit weg von Aarolsen und auf der aktuellen Webseite der Hower Tales steht noch immer Aarolsapils vom Fass arosa altwallecker dunkel in der Flasche.
00:14:41: Der Name der Stadt schmückt also Speisekarten in Hamburg, Berlin und München.
00:14:46: Das Bier dahinter hat mit Bad Aarlesen mit dem Hochbräuhaus, mit Tradition seit elfhundertdreißig nicht mehr so viel zu tun.
00:14:55: Und die Marke Altweildecker-Dunkel Avadou ist seit Ende zwanzigzwanzig nicht geschützt.
00:15:01: März zwanzich fünfzwanzzig Die H-Hotelsgruppe wird er an die Belida HR Group verkauft, die sich kurz darauf in Revo Hospitality Group umnimmt.
00:15:10: Das Hofbrauhaus gehört FITZ persönlich, nicht der Gruppe.
00:15:14: FITz beantwortet aber WLZ-Anfragen nicht.
00:15:18: Dann, Januar, die Revohospitality Group meldet Insolvenz an.
00:15:23: Zweiundfünfzig Hotels in zwölf europäischen Ländern.
00:15:26: Gestiegene Lohnkosten über Expansion, Integrationsprobleme... ...das Hofbrauaus ist nicht betroffen, es gehört Fitts.
00:15:33: Aber Fittschweig weiter.
00:15:35: und dann April, ein Bauzaun Keine Antwort, eine leere Fläche wo einmal die älteste Brauerei Hessens stand.
00:15:47: Okay ich habe mal drei Fragen auf die ich noch nicht unbedingt ne Antwort habe aber ich möchte es immer in den Raum stellen.
00:15:54: Die erste ist was passiert mit den Fördergeldern?
00:15:57: Fast einer halben Millionen Euro aus europäischem F-Programm sind denn Abriss und Platzgestaltung rund um das Hof Brauers geflossen?
00:16:04: diese Mittel wurden bewilligt für ein konkretes Projekt die Neugestaltung des Areals als Gastronomie und Tourismus Standort Biergarten, Pferde-Teich, Parkanlage.
00:16:15: Nichts davon ist entstanden und die Förderbedingungen erfüllt.
00:16:18: Gibt es Prüfung?
00:16:19: Gibt das Rückforderung?
00:16:21: Das müssen jetzt die Förderstelle und die WI Bank Hessen und die Stadt Bad Arolsen öffentlich beantworten.
00:16:28: Die zweite Frage – was kann die Stadt tun?
00:16:31: Das Hofbrauhaus steht in der Denkmalgeschützten in Stadbad Arolsens.
00:16:41: Es war in dem Jahr.
00:17:01: Das ist auch eine Chance.
00:17:04: Und die dritte Frage zieht jemand Alexander Fitz zur Verantwortung.
00:17:08: Fitz hat vor mehr als zweihundert Menschen öffentliche Versprechen gemacht, er hat einen Bebauungsplan mitgestaltet den die Stadt eigens für ihn aufgestellt hat.
00:17:16: Er hat fast eine halbe Million Euro öffentlicher Geld in Anspruch genommen, er hatte alte Gebäude abreißen lassen mit dem Argument das dort Neues entsteht.
00:17:24: Das neue ist nicht entstanden und er antwortet nicht.
00:17:29: Das sage ich jetzt ohne persönliche Feindseligkeit.
00:17:31: Ich weiß nicht, in welcher Lage fit sich befindet.
00:17:33: Vielleicht gibt es Gründe die ich nicht kenne aber ich weiß so lang erschweigt ist die einzige Stimme die in dieser Geschichte zählt die des Bauzauns.
00:17:44: und zum Schluss ein Blick nach Bandwildung ganz interessant.
00:17:47: dort hat die Stadt das Kuhhaus Areal gerade zum zweiten mal ausgeschrieben.
00:17:51: Anforderungen hat sie zurück.
00:17:52: geschraubtes Ergebnis null Angebote.
00:17:56: Die alten Platanen wurden trotzdem gefällt für ein Projekt, das offensichtlich niemand interessiert.
00:18:01: Bürgermeister Guthal sagt jetzt, jetzt muss ich erst mal die neue Stadt vor Ort sammeln und konstituieren dann sehen wir weiter.
00:18:07: Okay!
00:18:09: Dann sehen wir wieder.
00:18:10: Wir werden weitersehen Und ich lasse dich nicht aus dieser Folge ohne eine gute Nachricht und die kommt diesmal nicht aus einer Radstube, sondern aus einer Werkstatt.
00:18:20: In Wellen gibt es seit dem ersten April dieses Jahres ne Autoschmiede.
00:18:25: Hinter dem neuen Namen steckten altes Familienunternehmen.
00:18:28: Was eighteenundfünfzig als Schmiede begann und neunzehnzechzig zur Tankstelle wurde, gehört jetzt Philipp Michel.
00:18:34: Er ist ein neunzig Jahre alt KFZ-Meister seit zwanzigzwanzig – und er ist die fünfte Generation.
00:18:40: Sein Großvater Heinrich heute neunzig Jahre alt hat den Grundstein gelegt.
00:18:45: Neunzechszehnzig überredete er dem Bielefelder Benzinhersteller Emmergol ihm eine einzelne Zapfsäule aufs Gelände vor die Wellener Werkstatt zu stellen.
00:18:53: Ich wollte an die Autos ran, sagt er heute.
00:18:56: Das Ziel hat er
00:18:56: erreicht.".
00:18:58: Was mich an dieser Geschichte schon ein wenig berührt, Philipp Michl hatte Übernahme nicht aus Pflichtgefühl gemacht.
00:19:04: Er sagte das ist schleichend passiert.
00:19:06: ich bin hineingewachsen genauso wie sein Vater Werner der die Meisterschule und deshalb durchzog weil einem Freund ihn überredet hat.
00:19:13: Der Freund brach ab, Werner bestand.
00:19:16: Das Team ist ausgebildet für Elektrofahrzeuge alle Servicearbeiten werden durchgeführt Und die Autoschmiede, das will ich damit sagen ist im Jahr zwanzig sechsundzwanzig angekommen.
00:19:26: Zwanzig siebenzwanzigt, falls die Familie fünfe und fünfundsebzigjähriges bestehen.
00:19:31: Und Opa Heinrich?
00:19:32: Der hat noch ein Sack Original Schmiedekohle in der Ecke stehen... ...und seine Antwort auf die Frage warum?
00:19:38: Ich könnte die Esse morgen anheizen!
00:19:41: Das ist doch auch irgendwie weile Galant.
00:19:53: Gib mir gerne Feedback zur Folge.
00:19:54: Welche Themen interessieren dich?
00:19:56: Und was brennt ihr auf den Nägeln?
00:19:58: Erzähl es mir und sende mir eine WhatsApp-Nachricht an nr.nzimn, sieben drei, sieb zwei, ein sieben null oder eine E-Mail an lokalrunde at wlzminusonline.de Wenn du magst, wer mir schreibt, kann jetzt an der Nachricht auch als Leserbrief in der Valktion Landeszeitung erscheinen.
00:20:15: Natürlich nur wenn du das möchtest.
00:20:17: Schreib mir bitte dabei!
00:20:20: Die Infos findest du in den Schaunots.
00:20:22: Wenn dir die Folge gefallen hat, abonnier doch ganz schnell und einfach die Lokalrunde!
00:20:27: Und wenn du mir helfen möchtest mehr Wallekau und die, die sich für die Region interessieren zu erreichen dann empfehle dem Podcast bitte weiter und bewerte ihn aus Spotify, YouTube usw.
00:20:38: Neue Episoden kommen immer Dienstags.
00:20:40: alle Infos dieser Folge findest Du auf www.welz-online.de.
00:20:47: Bis nächste Woche mit den Themen die Wallek bewegen Dein Dennis Schmidt.
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