Wilke-Prozess nach zwölf Verhandlungstagen: Eine Zusammenfassung
Shownotes
„Die Pizza-Salami kommt in den Ofen, dann sind die Keime weg" – das soll der Wilke-Chef gesagt haben, wenn das Veterinäramt wieder Listerien in seiner Ware fand. Elf Menschen sind tot, und seit sechseinhalb Jahren wartet das Waldecker Land auf Antworten. Nach zwölf Verhandlungstagen am Landgericht Kassel ziehe ich für Dich Bilanz: Wer wusste was – und warum hat trotzdem niemand rechtzeitig durchgegriffen?
Das Thema im Fokus:
Der Prozessauftakt und die Anklage gegen drei ehemalige Wilke-Führungskräfte: Prozess um Wilke-Wurst startet: Drei Angeklagte wegen elf Todesfällen Die Staatsanwaltschaft über "katastrophale Bedingungen" in der Produktion: Staatsanwaltschaft über die Produktion bei Wilke Wurst – "Katastrophale Bedingungen" Gutachter schildern Schimmel, Rost und belastete Proben: Wilke-Prozess: Ein Viertel der Proben belastet Die brisante Aussage zum früheren Veterinäramtschef: Brisante Aussage im Wilke-Prozess: Veterinäramtschef soll Kontrollen jahrelang blockiert haben Die schwierige Frage nach der Todesursache: Todesfälle durch Wilke Wurst: Eindeutige Kausalketten sind schwierig herzustellen Was aus dem ehemaligen Werksgelände in Berndorf wird: Endlich konkretere Pläne für das Berndorfer Wilke-Gelände
Die gute Nachricht:
Bad Wildungen schwimmt wieder: Die mobile Sommeroase auf dem ehemaligen Heloponte-Gelände ist bis zum 30. August täglich geöffnet.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Die Pizza Salami kommt in den Backofen, dann sind alle List hier hinweg.
00:00:05: Das soll der Geschäftsführer der Wurstfabrik Wilke gesagt haben wenn ihm das Veterinäramt wieder mal Keime in seiner Ware nachwies.
00:00:13: Heute sieben Jahre später sitzt derselbe Mann auf der Anklagebank im Landgericht Kassel.
00:00:18: Elf Menschen sind tot und wie als BZ verfolgen seit Wochen dem Prozess in Kassl.
00:00:24: meinen Kollegen sitzen stundenlang vor Gericht Und eine Frage steht im Raum, wer hat gewusst was in Berndorf los war und warum hat trotzdem niemand rechtzeitig durchgegriffen?
00:00:34: Die Frage ist berechtigt.
00:00:36: Eine Antwort gibt es noch nicht um das Vorweg zu nehmen aber eine Zusammenfassung von mir.
00:00:43: Und damit hallo und herzlich willkommen zu Lokalrunde, dem Podcast der Weischandernis-Zeitung mit den Themen die Walik bewegen.
00:00:49: Wir sind zurück aus der Sommerpause und die Ferien sind vorbei!
00:00:52: Du hast Folge siebensechzig vom elften August zwanzig sechsundzwanzig.
00:00:56: Mein Name ist Dennis Schmidt ich bin Gastgeber in der Lokal Runde und Redakteur in der lokal redaktion in Korbach und heute beschäftigen wir uns mit dem Wilke Prozess in Kassel.
00:01:06: mehr als sechseinhalb Jahre nach dem Hygieneskandal im Werndorf verhandelt das Landgericht endlich was damals wirklich passiert ist.
00:01:12: Ich ziehe für dich heute in dieser Folge eine Zwischenbilanz, was bisher geschah, worum es im Kern geht und was noch aussteht.
00:01:20: Und außerdem gibt's natürlich ne gute Nachricht – und die kommt diesmal aus Bordwildung!
00:01:26: Los gehts!
00:01:45: Ende September zwei tausendneunzehn ein Vormittag in Berndorf.
00:01:49: Dr.
00:01:49: Beatrice Ladewick läuft mit ihrem Team durch die Produktionshallen der Wurstfabrik Wilke.
00:01:55: Sie leitet die Taskforce Lebensmittelsicherheit beim Regierungspräsidium Darmstadt.
00:02:00: Dabei sind an diesem Tag auch Kollegen vom Regierungspräsidium Kassel und von Veterinäramt des Landkreises Wallek-Frankenberg.
00:02:07: Der selben Behörde also, die diese Fabrik eigentlich seit Jahren hätte kontrollieren sollen?
00:02:12: Eigentlich soll der Rundgang nur feststellen was nötig wäre damit er Betrieb wieder anlaufen kann.
00:02:18: Kein Verdacht auf Straftaten!
00:02:20: Noch nicht... Ein Jurist des Landkeises weist den Geschäftsführer trotzdem vorsorglich auf sein Aufsageverweigerungsrecht hin.
00:02:27: Der besteht nicht einmal auf der Anwesenheit an das Anwalts.
00:02:29: Dr.
00:02:29: Ladewick trägt eine Gesichtsmaske, wie es die Hygienevorschriften verlangen.
00:02:34: Doch je weiter sie durch die Hallen geht desto mehr sieht sie Feuchkatschäden an den Wänden Schimmeln an der Decke.
00:02:42: Irgendwann bleibt sie stehen, nimmt ihre Maske ab und sagt zu ihren Kollegen Es hat keinen Sinn mehr auf Hygienete zu achten.
00:02:48: Die Räume sind längst so verschmutzt Das ist egal was noch dazukommt.
00:02:54: Diese Szene erzählt Dr.Ladewick sechs Jahre später Im Juli, vor der zweiten großen Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Kassel.
00:03:02: Sie sitzt dort als Zeugen im Prozess gegen drei ehemalige Führungskräfte der Firma Wilke.
00:03:08: Der Vorwurf fahrlässige Tötungen erfüllen, fahr lässige Körperverletzungen in sieben Fällen dazu Betrug und Verstöße gegen das Lebensmittelrecht.
00:03:17: Seit dem sechsten Juli wird in Kassl verhandelt was jahrelang in Bernhof produziert wurde Und wer davon wusste?
00:03:25: Genau das ist die Frage die uns durch diese Folge trägt.
00:03:29: Wer wusste was und wann hätte etwas aufliegen müssen?
00:03:32: Ich nehme dich mit, durch die bisherigen Prozess-Tage.
00:03:35: Du sollst ja keinen Urteil vorwegnehmen denn das hat noch niemand gesprochen!
00:03:38: Ich will dir nur zeigen was das Gericht bislang zu Tage gefördert hat.
00:03:44: Um zu verstehen was gerade in Kassel verhandelt wird müssen wir kurz zurückgehen.
00:03:47: Die Firma Wilke, Wallecker Fleisch & Wurstwahn sitzt im Berndorf, einem Ortseil der Gemeinde Twistetal im Wallecker Land.
00:03:54: Ursprünglich ist es ein Metzgereibetrieb aus den dreißiger Jahren, über Jahrzehnte gewachsen immer wieder umgebaut.
00:04:00: Kein moderner Neubau sondern ein verschachtelter Altbau mit Treppen, Lastenaufzügen und Engengängen.
00:04:06: Das sage ich weil das später vor Gericht noch eine Rolle spielen wird.
00:04:09: Im Herbst zehnzehn wird die Firma geschlossen.
00:04:13: Zufuhr stellt das Robot-Koch-Institut fest.
00:04:16: Elf Menschen sind gestorben sieben weitere schwer erkrankt nachdem Sie mutmaßlich Wurst von Wilke gegessen hatten.
00:04:23: Alle Betroffenen hatten Vorerkrankungen und lebten in Krankenhäusern oder Pflegeheimen.
00:04:27: Die Selbstsitzfälle werden aus Esslingen gemeldet, aus Köln, aus Berlin, aus Aachen, aus Bernau, aus Grimme, aus Stuttgart und aus Oberhausen.
00:04:36: Also Kreuz- und querdurchdautschland und auch alle mit dem selben gemeinsamen Nenner.
00:04:41: Jede dieser Kliniken hatte zuvor Wurstwarn aus Bern aufbezogen.
00:04:45: Bei einigen entwickelt sich trotz Behandlung mit starker Antibiotika ne Selbstis der Landlager Begriff dafür Blutvergiftung.
00:04:52: Das Robert Koch-Institut findet bei den Erkrankten einen bestimmten Listerienstamm mit dem Namen Sigma I. Und genau dieser genetische Fingerabdruck taucht auch an Maschinen in der Wilkefabrik auf, an Slicern und Kuttern.
00:05:07: Wie umfangreich die Ermittlungen wurden zeigt eine einzige Zahl – mehr als hundert Leitzordner füllen die Ergebnisse, die die Staatsanwaltschaft in den Jahren danach zusammengetragen hat.
00:05:17: Das allein erklärt schon einen Teil der langen Wartezeit bis zum Prozess.
00:05:23: Es dauert noch Jahre, bis daraus der Prozess wird.
00:05:26: Im Februar zwanzig dreiundzwanzig erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage.
00:05:30: Das Landgericht Kassel lässt sie zunächst in mehreren Punkten nicht zu.
00:05:34: Die Staatsanwalt schafft geht im Beschwerde vor das Oberlandesgericht Frankfurt und lässt den Anspruch doch zwölf Monate lang liegen.
00:05:41: Erst mehrere Nachfragen der WLZ im Dezember fünfzwanziger bringen auch Bewegung in die Sache.
00:05:46: kurzer nach sieht die Staatsaanwaltschaft ihre Beschwerden zurück.
00:05:50: Der Weg zur Hauptverhandlung ist frei.
00:05:52: Im Mai, zwanzig-vierundzwanzig kommt zwischenzeitlich eine zweite Anklage wegen Insolvenzverschleppungen zu.
00:05:58: Im Dezember, vierundswanzig werden dann beide Verfahren miteinander verbunden und am sechsten Juli, sechsundzwantzig beginnt schließlich die Hauptverhandlung mehr als sechsundhalb Jahre nach der Schließung der Fabrik.
00:06:09: Angeklagt sind drei frühere leitende Mitarbeiter – der ehemalige Geschäftsführer, seine damalige Stellvertreterin und der Produktionsleiter.
00:06:18: Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft März hundertvierzig Einzeltaten angeklagt.
00:06:22: Das Gericht entschied im Dezember zwanzig vierundzwanzig dreiundachtzig davon aus Gründen der Verfahrensökonomie nicht weiter zu verfolgen.
00:06:30: Darauf waren jeden einzelnen Fall zu beweisen, er schien nicht vertretbar sondern hätte dem Prozess über Monate in die Länge gezogen.
00:06:37: Übrig bleiben dann elf fälle fahrlässiger Tötung siebenfälle fahllässige Körperverletzung Vierfälle versuchter gefährlicher Körper Verletzung siebzehn Betrugsfälle und achtzehn Verstöße gegen das Lebensmittelrecht.
00:06:50: Vierzehntsitzungstage waren ursprünglich mal angesetzt, mit sieben Strafverteidigern und fünf Sachverständigen.
00:06:56: Die zuständige Wirtschaftsstrafkammer war zu diesem Zeitpunkt gerade erst im Februar sechsundzwanzig neu zusammengesetzt worden – ein Umstand der erklärt warum das Gericht schon am ersten Verhandlungstag so entschlossen um Geständnisse wirbt.
00:07:09: Ein Neukammer will einzig über Monate hinziehen im Mammutprozess möglichst vermeiden.
00:07:16: Wichtig für das Verständnis der Zeugenaussagen, die später kommen.
00:07:19: Es gibt zwei Kategorien von Kontrollen bei Zitat zugelassenden Betrieben nach EU-Reicht müssen zwei Amtstierärzte nach dem Vier-Augenprinzip kontrollieren.
00:07:29: Bei kleineren Zitat nicht zugelassenen Betrieben reicht ein einzelner Lebensmittelkontroller Wilke viel wegen seiner Größe in die strengere erste Kategorie mit doppelter Kontrollpflicht.
00:07:41: Ob diese Pflicht in der Praxis eingehalten wurde wird auch zum zentralen Streitpunkt Im Prozess.
00:07:48: Und jetzt noch eine Frage, was ist eigentlich eine Listeriose?
00:07:51: Listerien sind weit verbreiter Bakterien.
00:07:54: Sie stecken sogar im Erdboden und auf Salat.
00:07:56: bei gesunden Menschen zerstört die Magensäure die meisten dieser Keime.
00:07:59: Gefährlich werden sie für Menschen mit geschwächten Immunsystemen oder verringerter Magensauere.
00:08:04: dort können sie sich vermehren in den Körper eindringen, im schlimmsten Fall zur Selbstführende.
00:08:09: In Deutschland werden jährlich ungefähr dreieinhalb bis vierhundert Fälle von Listeriosem gemeldet.
00:08:14: Und noch eine Frage will ich vorher beantworten, was ist aus dem Werksgelände geworden?
00:08:18: Du weißt es vielleicht schon.
00:08:19: Die Gemeinde Twistetal kaufte die etwa dreißigtausend Quadratmeter Aus der Insolvenzmasse mit eins Komma fünf Millionen aus einem EU Förderfonds und einer halben Million Euro.
00:08:28: vom Landkreis wurde zwanzig Dreiundzwanzig Der erste Abschnitt von Abriss- und Sanierung abgeschlossen.
00:08:33: Nur der alte Bildeschritt Zug auf den Geburteteil blieb stehen.
00:08:36: Sein Abbau gilt als zu riskant.
00:08:39: Erst im Januar sechsundzwandzig wurden dann konkrete Pläne bekannt.
00:08:42: Auf dem sogenannten Stuckenhof-Real soll ein zentraler Schulstandort für Twistetal entstehen, dazu Wohnen und Gewerbeflächen.
00:08:50: Für die Gemeinde war die Insolvenz damals echt ein doppelter Schlag, verlorene Arbeitsplätze, unten Gelände das über Jahre wie eine offene Wunde mit einem Ort lag... ...und man muss sagen noch liegt.
00:09:02: Am ersten Handlungstag also der sechste Juli verließt die Kammer die Anklageschrift.
00:09:07: Oberstandsameltin Sabrina Meier spricht immer wieder von katastrophalen Bedingungen in der Produktion umbelegt das mit langen Listen von Hygieneverstößen sowie einer listisch schwer erkrankter und verstorbener Patienten.
00:09:19: Am selben Tag rechnet ihre Kollegin, Staatsanmeldung in Kerstin Netwedt die wirtschaftliche Seite des Falls vor.
00:09:25: Die Firma sei spätestens seit dem einigsten Dezember zwanzig achtzehn zahlungsumfähig gewesen – mit einer Liquiditätslücke zwischen vierunddreißig Prozent.
00:09:34: Insolvenz angemeldet wurde aber erst nach bekannt werdenden Skandalhals im Oktober zweizig neunzehn.
00:09:39: Dazu kommt eine lange Liste umetikierter der Ware.
00:09:42: Salami mit Schimmelbefall, reklamierte Bauchspeck überlagerte Presskopf – deutschlandweit ausgeliefert.
00:09:48: Das Gericht selbst macht den Angeklagten noch am selben Tag ein Angebot.
00:09:52: Wer umfassend gesteht kann mit einer Strafe auf Bewehrung rechnen.
00:09:56: Das Angebot richtet sich vor allem an die Stellvertreterin und dem Produktionsleiter in der Hoffnung dass sie Ross & Reiter nennen und die Beweisführungen gegen den Hauptangeklagte erleichtern.
00:10:06: Wie ernst es dem Gericht damit ist, zeigt ein kleines Detail.
00:10:09: Zwei Mal wird die Sitzung unterbrochen, damit Verteidigung und Staatsanwaltschaft sich über Begrifflichkeiten verständigen können – was genau unterscheidet eine ungesperrte Einlassung von einem vollumfänglichen Geständnis.
00:10:20: Am Ende gehen beide Angeklagten an diesem Tag nicht auf das Angebot eindecken.
00:10:24: Der Verteiliger des Hauptangeklagts könne stattdessen einen Gefangenheitsantrag gegen die gesamte Kammer an.
00:10:31: Der zweite Verhandlungstag, zwei Tage später sollte eigentlich einen ganzen Tag dauern.
00:10:36: Am Ende dauert er neunzig Minuten.
00:10:38: Der Grund ist mal wieder die Deutsche Bahn.
00:10:41: Der Zug des Sachverständigen vom Robert-Koch-Institut verspätet sich ebenso der, dass aus Hamburg an reisenden Strafverteidigerst der Stellvertreterin.
00:10:48: und weil den Zweiter vorsorgbestellter Pflichtverteider einen dringenden Termin beim Amtsgericht Korbach hat muss die Sitzung schon um zwölf überendet werden Immerhin?
00:10:58: Die Gruppe Korbach hatte mehr als drei Jahre nach der ersten Anklage noch Originalakten aus der Ermittlungszeit gefunden Zeugenbefragungen, ausgewertete Diensthandys.
00:11:07: Unter Hauptangeklagt erkündigt an nun doch umfassend Stellung zu nehmen.
00:11:11: Er weist alle Vorwürfe zurück.
00:11:12: Die Fabrik sei über Jahre durch externe Priefer zertifiziert und rezertifiziert worden ist habe bei Genekontrollen immer eine reibungslose Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden gegeben.
00:11:23: Großkunden wie EDK und Metro hätten eigene Proben genommen.
00:11:27: Zitat uns wurden keine Überschreitungen von Grenzwerten weder von extern noch intern Stellen mitgeteilt lässt er erklären.
00:11:35: Für die Sperrung beanstandeter Ware sei ohnehin der Produktionsleiter zuständig gewesen, nicht eher.
00:11:41: Weil sich abzeichnet das der Berg an Vorwürfen kaum in vierzehn Sitzenstagen zu klären ist, kündigt Richter Dr.
00:11:48: Mirko Schulte für künftige Termine eine frühere Startzeit an, achtunddreißig statt zehn Uhr was Anwälte mit weiter Anreise in Zweifel zur Überwachsendung in Kasselswingt.
00:11:59: Sein Verteiliger geht die Staatsanwältin scharf an Die Anklageschrift sei nicht sachlich formuliert, sondern vorverordnend.
00:12:06: Wertende Begriffe wie katastrophale Bedingungen gehörten dort nicht hinein.
00:12:10: Eine Anklageschrift müsse abstrakt bleiben und konkret benennen wann, wie und wo gegen das Strafrecht verstoßen wurde.
00:12:17: Zudem leidet die Anklage darunter dass ein Mandanten eine umfassende Gesamtverordnung für alle Vorgänge im Betrieb zugeschrieben werde.
00:12:24: Soweit reiche die Verantwortlichkeit eines Geschäftsführers aber nicht.
00:12:27: Jeder Handelnde sei für sein eigenes tunverantwortlich.
00:12:31: Der zentrale Streitpunkt aus Sicht der Verteidigung bleibt die Herkunft der Listerien.
00:12:35: Diese Bakterien seien so verbreitet, dass ungeklärt sei ob sie nicht erst beim Transport im Handel oder in Großkirchen auf die Wurst gelangt sein.
00:12:45: Wenige Tage später erklärten Sachverständigen-Team vom Robert Koch Institut die medizinischen Beweislage im Detail.
00:12:52: Listerian würden in der Regel über den Verdauungstag aufgenommen und könnten sich dann durch Schleimhäute im Körper einnisten.
00:12:59: Bei gesunden Menschen, ich habe schon gesagt, zerstöre in der Regel schon die Magensäure.
00:13:03: Die meisten dieser Erreger.
00:13:05: Bei Menschen mit verringerter Magensauere oder geschwächten Immunsystemen aber gelangen diese Listerien bis in den Darm, vermehrten sich dort und drangen in den Körper ein.
00:13:15: In leichteren Fällen führen eine Listeriose zu Fieber.
00:13:18: Es könnten auch Herz-Innenhaut oder Hirnhaut befallen werden.
00:13:21: im schlimmsten Fall bei multimorbiden und immungeschwächeten Patienten komme es zur Sepsis bis hin zum Tod.
00:13:29: Bei vielen Patientenproben lässt sich zwar Listeriose feststellen, aber nicht immer eindeutig der Stammsigma I. Übereinstimmung gibt es dafür bei Rückstellproben direkt aus dem Unternehmen.
00:13:39: Zitat – Es gibt eine Signifikanz die eine Verwandtschaft eindeutlich
00:13:43: macht.".
00:13:44: Das hat einen RKI-Experte vor Gericht gesagt.
00:13:47: Am vierten Prozesstag wird es konkret unangenehm für die Verteidigung.
00:13:52: Eine Sachverständige der Task Force aus Darmstadt schildert, dass die Fabrik selbst nach vorheriger Ankündigung eine Kontrolle in schlechten Zustand war.
00:14:00: Der Geschäftsführer hatte die externe Reinigungsfirma abbestellt und nun Mitarbeiter hatten grob gesäubert.
00:14:05: Sie zeigt sich in ihrer Vernehmung unverständlich darüber, das der Betrieb trotz des vorherigen Anrufs so schlecht darstand.
00:14:11: Maschinen- und Produktionsräume seien verdeckt und verrostet gewesen – selbst an den hygienisch besonders sensiblen Wurstaufschneidenmaschinen.
00:14:18: Nach intensiver Reinigung mit Börsten und anschließender Desinfektion dürften eigentlich keine Fleischreste mehr zurückbleiben.
00:14:24: Genau die aber fanden die Kontrolleure.
00:14:27: Eine zweite Zeugin, Amtstierärztin bei der Außenstellung des Hessischen Landeslabors präsentiert an diesem Tag die Ergebnisse ihrer eigenen Untersuchungen.
00:14:35: Einsehbzig Proben von Lebensmitteln und Produktionsresten hatte ihre Behörde geprüft.
00:14:39: Achtzehn davon waren mit Nestillem belastet.
00:14:42: Das sind fünfundzwanzig Prozent ein nach Ihrer eigenen Aussage im Vergleich zu anderen Betrieben deutlich überdurchschnittliche Quote.
00:14:48: Dann kommt der Tag, an dem Dr.
00:14:51: Ladewick genau diese Szene schildert vom Anfang.
00:14:54: Bereits zum dritten Mal sitzt sie an diesem Verhandlungstag auf dem Zeugenstuhl.
00:14:57: So verzweigt sind ihre Beobachtungen aus dem Jahr zwanzig neunzehn.
00:15:02: Sie erzählt auch, ein Mitarbeiter der Nebensmittelüberwachung habe ihr beim Rundgang zugetragen, der damenliche Leiter des Veterinäramts haben seit zwei Jahren verfügt dass niemand außer ihm persönlich die Produktionsräume kontrollieren dürfe.
00:15:15: Als die Prüfer das Gebäude verlassen wollten stand die Kriminalpolizei bereits vor der Tür und Ihr interne Bericht über die Zustände sei später, sie weiß bis heute nicht von wem an die Presse weitergegeben worden mit allen Namen.
00:15:29: Zwei Stunden lang muss ihr außerdem Fragen zu Prüfberichten des TÜV Süd beantworten der bei Wilke wiederholt Listerien und Salmonellen in eingesandten Wurstproben fand.
00:15:39: auch ein externer Zertifizierer hatte also längst Belege nach Hand Und die Wahnsignale kam nicht nur aus Hessen.
00:15:46: Schon vor zwei Jahren hatten Lebensmittelbehörden aus Baden-Württemberg und das Hamburg Chargen von Wildgewurz reklamiert und zurückgeschickt.
00:15:54: In diesem Tag teilt das Gericht auch mit, der Befangenheitsantrag zur Verteidigung gegen die Kammer ist abgelehnt.
00:16:01: Am siebten Fahndungstank geht es um die wohl schwierigste Frage des ganzen Verfahrens.
00:16:07: Sind die Patienten an der Liste Rejose gestorben oder nur mit ihr?
00:16:12: Zwei Sachverständige Ein ehemaliger Chef aus Fulda und den Rechtsmedizinhaus Gießen werden zunächst die Krankenakten von drei, zwanzig, siebzehn verstorbene Patienten aus.
00:16:21: Alle litten an gravierenden Vorerkrankungen wie Herzinsuffizienz, Lungenentzündung, Grundschirbranchitis oder Nierenversagen.
00:16:29: Eine Patientin hatte gerade ersten Spenderherzen erhalten.
00:16:32: Genau dieser Fall öffnet eine Frage auf die bislang es keine Antwort gibt.
00:16:37: Können die Listeen nicht über das gespendete Herz oder über Bluttransfusionen übertragen worden sein?
00:16:43: Statt über die Wurst.
00:16:45: Einschlägige medizinische Forschung dazu gebe es kaum, das Bakterium habe sich lange außerhalb des wissenschaftlichen Interesses bewegt heißt es.
00:16:52: Die Verteidigung bringt die Einschätzung der Gutacht am Mehrfach ins Banken.
00:16:56: Der Rechtsmediziner muss einräumen.
00:16:58: in zweiundvierzig Berufsjahren und rund zwanzigtausend Obduktion hat den Listerien höchstens fünfmal als Todesursacher festgestellt.
00:17:06: Erschwerend kommt hinzu dass die meisten der Elferstorbenen eingeäschert waren bevor die Ermittler überhaupt auf die Spur der Wurst kamen.
00:17:14: Obduktion, die Klaren hätten bringen können waren dann längst nicht mehr möglich.
00:17:18: Berichter Dr.
00:17:19: Mirko Schulte bringt die juristische Kernfrage auf den Punkt.
00:17:23: Letztlich geht es uns darum so sagt er ob die Patienten auch nur eine Minute hätten länger leben können wenn sie nicht von Lestherien befallen worden wären.
00:17:32: An diesem Verhandlungstag wird noch etwas anderes deutlich das öffentliche Adresse am Verfahren.
00:17:38: nach der bisherigen Berichterstattung erreichen die Justizbehörden Anrufe und Zuschriften, in denen Menschen wissen wollen wann welche Zeuge gehört wird.
00:17:47: Darunter auch Fragestelle aus dem Umfall des Veterinäramts.
00:17:50: Richter Schulte macht unmissverständlich klar.
00:17:54: Er sagt das Gericht ist kein Nichtspielhaus, dass sein Programm öffentlich bewirbt.
00:17:59: Der Amtsleiter des Veterineramts stellt er klar werde ganz sicher noch als Zeuge gehört.
00:18:04: Die vielleicht dichteste Zeugenaussage lieferte frühere Leiter des veteranären Amts beim Landkreis Waldeck-Fankenberg seit April zwanzig-zweiundzwanzig im Ruhestand.
00:18:12: Fünf Stunden lang wird er vernommen.
00:18:14: Zunächst behauptet er, die Firma Wilke sei für sein Amt von Zwanzig vierzehn bis Zwanzich achtzehn unauffällig gewesen.
00:18:21: Reguläre Kontrollen hätten einen ganzen Vormittag gedauert, konkret die Zeit von neun bis zwölf Uhr, für rund vierhundert Räume unangekündigt und eigentlich nach dem Vieraugenprinzip.
00:18:31: eigentlich räumte er selbst ein aus Personmarmangeln seines Prinzipes nicht immer durchgehalten worden.
00:18:37: Sein Fazit vor Gericht Zitat, wir konnten unsere Kontrollpflichten nicht immer nachkommen.
00:18:43: Personalmangel gebe es in seiner Behörde schon seit der Kommunalisierung «Zwanzig Fünf».
00:18:48: Nach dem Tod einer Kollegin sah das Vier-Augen-Prinzip sogar über ein Jahr lang gar nicht mehr einzuhalten gewesen.
00:18:53: Die Staatsanwältin lässt die Behauptung von der unauffälligen Firma nicht stehen.
00:18:59: Sie hält eben eine E-Mail aus dem Jahr zwanzig sechzehn vor, indem er selbst an die Wilke Geschäftsführung schreibt.
00:19:06: Es sind schon wieder Listerien im
00:19:08: Spiel.".
00:19:09: Zitat Ende.
00:19:10: Die firmangene Eigenkontrolle fand über jahrelin weg.
00:19:13: immer wieder Listerien, neunzehn positive Proben in twenty-fünfzehn, ebenfalls neunzen im Jahr zwanzigsechzehn zehn im Jahr zweizig siebzehnt, fünfzehn im Jahr zweixachzehn.
00:19:25: Diese Zahlen hätten eigentlich an seinen Amt gemeldet werden müssen.
00:19:29: er sagt das sei nicht geschehen.
00:19:31: Auch ein Recherche Team des Südwestrundfunks hat da bereits zwanzichfünftzehn bei den Veterinäramten nach entsprechenden Funden gefragt.
00:19:38: Drei Jahre übrigens, bevor die ersten der angeklagten Todesfälle datiert waren.
00:19:43: Auf Nachfrage des Gerichts vergleicht er Zeuge die Fabrik mit den drei anderen Großbetrieben in seinem Zuständigkeitsbereich.
00:19:50: Der Altbau Wilke sei mit einem modern gut durchgeplanten Neubau nicht verbleibbar gewesen.
00:19:55: Die hygienischen Verhältnisse hätten sich eher am unteren Ende der Skala bewegt.
00:20:00: Der praktizierte Dreischichtbetrieb habe zudem verhindert dass die Produktionsräume überhaupt abtrocknen konnten.
00:20:06: Ein Nährboden für Schimmel und Keime.
00:20:09: Staatsanwältin Netwed fragt an dieser Stelle unumwonnen, Zitat Wie lange kann ein Betrieb solche Zustände nicht in den Griff bekommen bis die Behörde die Notbremse zieht?
00:20:19: Zitat Ende.
00:20:21: Die einzige Konsequenz vor der endgültigen Schließung ein Bußgeld von zwei tausend Euro im Jahr zwanzig neunzehn veröffentlicht auf dem Online-Portal Verbraucherfenster Hessen.
00:20:31: Und ein interessantes Detail.
00:20:33: neben den vierteljährlichen unangemeldeten Regelkontrollen war der selbe Amtsleiter auch für die Freigabe von Export-Chargen nach Schweden, Finnland und Japan zuständig.
00:20:42: Und diese Freigaben erteilt er ganz allein ohne Vier-Augenprinzip.
00:20:46: Auf die Frage eines Richters ob wegen der Bausubstanz jemals eine grundsätzliche Lösung erwirken wurde, musste der Zeuge keine Antwort.
00:20:54: Und auf die Anleitung der Betriebsseife vor Kontrollen geschminkt worden entgegnete er seine Besuchersein immer unangekündigt gewesen.
00:21:02: Wobei zwischen dem Befahren des Parkplatzes und den Betreten der Produktion durchaus fünfzehn bis dreißig Minuten vergehen konnten.
00:21:09: Zur endgültigen Schließung im Herbst-Zwanzig-Ninzehnt sagt er, vom Mail habe der Landrat sie verfügt doch die eigentliche Anweisung sei aus Wiesbaden gekommen nachdem der öffentliche Druck durch die Berichterstattung über die Todesfälle gewachsen war.
00:21:25: Unser letzter Bericht in der WLZ vom vierten August behandelt erneut Krankenakten diesmal von sechs Patienten die zwanzig achtzehn starben.
00:21:33: Bei vielen der vom Robert Koch Institut untersuchten Proben lässt sich keine Verbindung zum Stamm Sigma I herstellen weil noch nicht alle Laborergebnisse vorliegen, wurde der für den nächsten Tag geplant und sind zum Termin abgesagt.
00:21:45: Und die Verhandlung pausiert seither.
00:21:47: Der Grund für mich ist die Zusammenfassung.
00:21:52: Wenn ich die bisherigen Verhandlungenstage so nebeneinander lege ergibt sich für mich ein Muster das über den Einzelfall wirke hinausweist.
00:21:59: Mal wieder Es geht nicht um eine einzelne Person die etwas Furchtbares getan hat es geht um sein System aus mehreren Kontrollebenen Einen Kontrolle des Betriebs Veterinäramt des Landkreises, Regierungspräsidium, externe Zettifizierer, Großabnehmer wie EDK-Metro.
00:22:17: Indem jeder einzelnen Stelle jemand ein Stück Wissen hatte.
00:22:20: und trotzdem hat über Jahre keiner die Reißleine gezogen.
00:22:24: Das Veterinäramt wusste laut eigener Aussage seines früheren Chefs von Person Malmangel seit dem Jahr zwei Tausendfünf.
00:22:30: Es wusste dass das gesetzlich vorgeschriebene Vier Augenprinzip teilweise nicht eingehalten wurde.
00:22:34: Es hatte, wie die E-Mail aus dem Jahr zwanzigsechzehnt zeigt, konkrete Hinweise auf Wiederkehrende listieren konnte.
00:22:41: Die Eigenkontrolle der Firma selbst fand über vier Jahre hinweg jährlich zweistellige Zahlen positiver Proben und diese Ergebnisse erreichten die Aufsichtsbehörde nach Aussage des Zeugen nicht.
00:22:51: Das ist der Kern dessen was dieser Prozess bislang offengelicht hat.
00:22:55: es hat nicht an Informationen gefehlt, es hat an der Verbindung zwischen den Informationen gefehlt und an der Konsequenz das alles zusammenzuführen.
00:23:04: Wie konkret so ein Interessenkonflikt sein kann, zeigt einen Detail das mich beim Lesen der Prozessberichte meines Kollegen besonders stutzig gemacht hat.
00:23:12: Der selbe Amtsleiter, der die hygienischen Zustände kontrollieren sollte gab gleichzeitig ganz allein die Freigaben für Export-Chargen nach Schweden, Finnland und Japan ohne dass wir Augenprinzip, das für die Regelkontrollen ja vorgeschrieben ist.
00:23:24: Kontrolle und Freigabe lagen damit in einer einzigen Hand!
00:23:29: Für dich als Hörerin oder Hörer im Valekar Land hat es auch eine Bedeutung.
00:23:33: Die geht auch über den Prozess hinaus.
00:23:35: Das wird erinnert, dass hier in den Zeugenaussagen so schlecht dasteht – das ist keine anonyme Behörde irgendwo!
00:23:41: Es sind dieselbe Behörden die heute noch Metzgereien-, Restaurants- und Lebensmittelbetriebe im Wallecker Land
00:23:47: kontrolliert.".
00:23:48: Im Januar zwanzigzwanzig mitten in der öffentlichen Aufarbeitung des Gansals hatte der damelige Landrat Dr.
00:23:54: Reinhard Kubat immerhin öffentlich eingeräumlichste Tiere «Wir wissen, daß es auf allen drei Ebenen Fehler gegeben hat».
00:24:02: Gemeint waren damit Landkreis, Regierungspräsidium und Land Hessen.
00:24:06: Ich habe noch eine zweite Erkenntnis die ich dir mitgeben möchte.
00:24:10: Der siebte Verhandlungstag hat gezeigt wie schwer es ist aus einem offensichtlichen Missstand Ne gerichtsfeste Schuld zu machen.
00:24:17: Ein Rechtsminiziner mit zwanzigtausend Obduktionen in seiner Laufbahn Hat Listeria nur fünfmal Astrolosaurus festgestellt Die meisten der Erverstorbenen Waren eingeäschert bevor überhaupt jemand nach Listerien suchte.
00:24:27: Das bedeutet dass hier zwischen dem moralisch eindeutigen Bild und einem juristisch beweisbaren Fall eine große Lücke liegen kann.
00:24:35: Und genau diese Lücke nutzt die Verteidigung systematisch, was ihr Recht ist.
00:24:41: Die dritte Erkenntnis, die ich habe, ist vielleicht etwas sehr unbequeme Zertifizierung und externe Kontrollen auf die sich Verbraucher wie wir normalerweise verlassen haben über Juwihare nichts gebracht.
00:24:53: Der Hauptangeklagte verweist selbst darauf dass die Fabrik zertifiziert oder rezertifisiert war dass sie zusammenarbeitet im Behörden reibungslos versaufen sei, das Großkunden wie Edeka und Metro eigene Proben nahmen.
00:25:04: Und dass ihm nie jemand eine Grenzwertüberschreitung gemeldet habe.
00:25:07: Der TÜV Süd wiederum fand in seinen eigenen Prüfberichten wiederholt Listerien und Salmonellen.
00:25:14: Wenn es zutrifft generell also Güttelsiegel auf der einen Seite und Hygiene Probleme auf den anderen dann zeigt er Fall Wilke, dass ein Gütesiegel allein keine Garantie ist.
00:25:24: Verlässliche Lebensmittelsicherheit entsteht nicht durch ein Dokument in der Schublade sondern auch durch Behörden, die tatsächlich hinsehen und durch Meldwege.
00:25:32: Die funktionieren wenn niemand mehr zuständig sein will.
00:25:37: Okay wie geht es weiter?
00:25:38: Der nächste Verhandlungstag ist für den vierundzwanzigsten August zwanzig sechsundzwantig angesetzt.
00:25:43: Wenn ihr die Folge am primären Tag hörst also gestern in zwei Wochen bis dahin soll das Robert Koch Institut sämtliche noch ausstehenden Laborergebnisse zum Stamm Sigma eins nachreichen.
00:25:53: Von diesen Ergebnissen hängt viel ab ob sich einzelne mehrere oder am Ende alle drei angeklagten, doch noch zu einem Teilgeständnis durchringen wie es das Gericht ihn zur Prozessbeginn angeboten hat.
00:26:04: Das sage ich deshalb weil es ja eine Frage ist Warum sollte jemand eine Tat gestehen bei der auch nicht einmal die näheren Umstände wissenschaftlich gesichert sind?
00:26:13: Und ein großer Teil der Anklage ist bislang noch gar nicht behandelt worden.
00:26:17: Die Vorwürfe rund um Betrug durch Umitikation und die konkreten Verstöße gegen das Lebensmittelrecht stehen dort Ankündigungen des Vorsitzendenrichters später im Verfahren an.
00:26:26: Ursprünglich waren mal vierzehn Sitzungstage geplant.
00:26:30: Nach allem, was bisher passiert ist – abgesagte Termine, abgelehnte Befangenheitsantrag, neu aufgetauchte Agnes Korbach, verspätete Züge ein vorgezogene Sitzungsbeginn.
00:26:39: Da rechnet Beobachter inzwischen damit das sich der Prozess bis Ende Oktober hinzieht… mindestens!
00:26:45: Fünf Strafverteidiger, mehrere Sachverständige, fünf Richter.
00:26:49: Zwei Staatsanwältinnen müssen dafür ihre Terminkalendien in Einklang bringen.
00:26:53: Allein das macht deutlich, wie aufwendig ein Verfahren dieser Größenordnung ist.
00:26:57: Wie als WZ?
00:26:59: Wir bleiben dran!
00:26:59: Meine Kollegen sitzen vor Ort und hören sich alles an... ...und wir berichten sobald es am vierzehnten August weitergeht.
00:27:06: Und wenn das Urteil steht, hörst du das in der Lokarunde.
00:27:11: Was denkst Du?
00:27:11: Hat sich seit Jahrzehnzehn in der Lebensmittelkontrolle etwas verändert?
00:27:15: Wer ist schuld?
00:27:16: Wer auch nicht?
00:27:18: Schreib mir gerne was du davon hältst Gib mir ein Feedback, sende mir eine WhatsApp-Sprachnachricht an und wenn du magst.
00:27:32: Wer mir schreibt kann mit seiner Nachricht auch als Leserbrief in der Weichschen Deiner Zeitung erscheinen.
00:27:36: Sagen wir bitte dabei, wenn Du das nicht möchtest!
00:27:40: Und ich lasse Dich NICHT aus dieser Folge ohne gute Nachricht.
00:27:43: und die kommt diesmal auf Bad Wildung.
00:27:45: Seit dem zwanzigsten Juni schwimmt Bad Wildungen wieder Zumindest ein bisschen.
00:27:50: Auf dem ehemaligen Heloponte-Gelände stehen seitdem nämlich zwei mobilen Schwimmbecken, die sogenannte Sommerohase.
00:27:56: Als sich statt das Provision mal ankündigte hagelte er Spott.
00:28:00: Planschbecken nannten es viele in Sozialmähnen und wurde ironisch kommentiert.
00:28:03: sogar überregionale Medien griffen die ungewöhnliche Übergangslösung auf.
00:28:07: Verständlich wenn man weiß was voraus ging!
00:28:09: In den Jahr zwanzig dreiundzwanzig musste die Kurstadt ihr großes Freizeitbad Helopontes wegen Baustehenden komplett schießen.
00:28:15: Seitdem vielen Schwingeangebot vor Ort Und jetzt Wenige Wochen später sieht die Bilanz ganz gut aus.
00:28:21: Die ersten Tage von den Sommerferien war bei uns mehr los als während der hessischen Ferien, erzählt Fiona Weidt, die am Kassenhäuschen sitzt.
00:28:29: An heißen Tagen kommen zwischen Fünfzig und Achtzig Gäste an den bislang stärksten Tagen waren sogar über Hundert.
00:28:35: Besonders für Familie mit Kindern sei die Sommerase zum echten Gewinn geworden.
00:28:40: Fritz Faupel vom Bad Wildinger Magistrat sagt heimische Familien müssen ihr Kinder jetzt gar nicht mehr bis nach Fritzler oder noch weiterfahren um spümmen zu gehen.
00:28:48: Und Jörg Mannicke von der Stadtverwaltung ergänzt, für ein Euro Eintritt können auch Kinder aus Familien mit wenig Geld baden gehen.
00:28:54: Viele kommen zu Fuß!
00:28:56: Es gibt sogar eine feste Gruppe von Frühstückern die morgens im Bademantel aus der Nachbarschaft darüber kommt.
00:29:01: Die Sommerase ist noch bis zum dreißigsten August geöffnet – von zehn bis zwanzig Uhr erwachsene Zahlen übrigens drei Euro eintritt.
00:29:07: Was mir an der Geschichte gefällt... Sie zeigt, dass es eine pragmatische Zwischenlösung geben kann und das im Mehrwert ist als Ihr Ruf.
00:29:14: Bad Wildung hat nicht auf die perfekte teure Antwort gewartet sondern jetzt etwas geschaffen, was Menschen tatsächlich nutzen oder gerade für Familien wenig Geld einen echten Unterschied macht.
00:29:25: Und das war's mit dieser Folge!
00:29:28: Mehr zu allen Themen auf www.wlz-online.de.
00:29:31: der Link ist in den Shownotes.
00:29:32: Gib mir gerne Feedback zur Folge oder erzähle mir welche Themen dich brennt interessieren.
00:29:36: Sende mir eine WhatsApp Sprachnachricht an Sieben drei, sieben zwei, ein sieben Null oder eine E-Mail an lokalrunde.atwlz-online.de.
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00:29:53: Und wenn du mir helfen möchtest mehr Waldecker und die sich für die Regionen interessieren zu erreichen Dann empfiehle dem Podcast bitte auch weiter und bewerte ihn aus Spotify YouTube usw.
00:30:03: Neue Episoden kommen immer Dienstags.
00:30:05: Alle Infos zu dieser Folge findest du auf www.wlzminusonline.de/.podcast.
00:30:11: Bis nächste Woche mit den Themen, die Walik bewegen Dein Dennis Schmidt.
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